Heldin im Niesel

Und dann hat es beim Joggen angefangen zu regnen. An der Ampel tänzelte ich und streckte die Arme in die Luft, tief einatmend. Im Ohr Musik; Kapuze hoch; die Kleidung wurde dunkler und feuchter. Und deinen Namen hab ich über den Kanal gebrüllt, ganz leise. Ich fühlte mich wie Rocky. Es fehlte nur noch eine... Weiterlesen →

heilende Zeit

Irgendwann wirst du für mich ein ganz und gar gewöhnlicher Mensch sein.   Bald gibt es keinen Sprung mehr, wenn ich dich sehe.   Sehr bald werde ich nichts mehr von dir wünschen.   Schon morgen wird dein Schicksal mir gleichgültig sein.   Und dann wird auch dein Körper einfach nur ein Körper sein. Ohne... Weiterlesen →

Dieser Typ

Meine Einreichung für die Schreibeinladung von Christiane mit den Worten  Winterbaum, nasskalt, nachtrauern, Regenbogen, transparent, bluten [5 von 6 auzuwählen]. Dieser Typ. Schön, gebildet, eloquent,  aber nasskalt und windig wie ein grauer Novembertag. Dieser Mann. Undurchdringlich. Undurchschaubar. Nichts war da transparent. Und das war das Interessante.  Blenden hatte sie sich lassen,  auch weil sie es... Weiterlesen →

50 shades…

Ein Regenbogen, der transparent am verwaschenen Himmel steht. Die Farben bluten ineinander, rot-orange, grün-blau. Die Wolkendecke schließt sich. Ab jetzt erfreue ich mich an Graustufen.   (Meine Einreichung für die Schreibeinladung von Christiane mit den drei Worten Regenbogen, transparent und bluten.)        

Zerrbild

Für dich Ich eine Ikone Du bewunderst meine vermeintliche Kraft meine vermeintliche Schönheit   Für mich bist du immer da, sagst du und ich glaube es nicht Doch  irgendwann schreibe ich: Es geht mir nicht gut und du zögerst und teilst mir dann mit: Vielleicht bist du stärker als du glaubst Mehr nicht. Nie mehr.... Weiterlesen →

Umbruch

Sie hatten die ganze verdammte Straße aufgerissen, mit schwerem Gerät und viel Getöse. Man konnte sie nicht befahren und nicht überqueren, und jetzt ist sie wieder heil und alles sieht aus wie vorher, ganz genau so. Sie führt auch hin, wo sie schon immer hinführte, in die selben zwei Richtungen. Verändert haben wird sich trotzdem... Weiterlesen →

Normalnull

Aus den Alpen zurück in Berlin drücken die Luftmassen mich auf den Boden der Tatsachen.        

(Für den gestrandeten Taucher)

Ich habe mich weit vorgewagt. Bis an die äußerste Spitze des Kaps. Ich habe allen Mut zusammengenommen; ganz vorn auf der Klippe habe ich mich auf die Zehenspitzen gestellt, dem Wind getrotzt und mich dir entgegengereckt. Irgendwo dort hinten, weit weg auf der anderen Insel, warst du. Aber der Nebel ließ mich noch nicht einmal... Weiterlesen →

Spätsommertristesse

Es ist der vielleicht letze warme Tag in diesem Jahr. Für die nächsten Tage wurde Regen angekündigt. Gut gelaunt sitzen die Menschen vor den Cafés in der Sonne. Sie schlendern durch die Parks, sitzen am Ufer des Landwehrkanals und schauen den Schwänen zu, als hätten sie alle Zeit der Welt. Als würden sie in zwei... Weiterlesen →

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