Containern zu Hause: Bald noch gut

Sich mal wieder was trauen. Endlich mal abhaken, was man sich seit Jahren vorgenommen hat. Dieses Frühjahr soll es soweit sein: Nachts über Zäune klettern, fremder Leute Besitz durchwühlen. Einfach mal was mitgehen lassen. Und einen politischen Kontext soll es auch noch haben. Ein Kribbeln durchfährt mich bei dem Gedanken, etwas Verbotenes zu tun. Nur einen Komplizen brauche ich noch.

Ich frage K., ob er mit mir Containern geht.

„Langweilig“, sagt er. Er containert doch jeden Tag. Zu Hause. Öffnet die Kühlschranktür, um ganz tief hinten etwas zu finden, das irgendwie noch essbar ist.

So hab ich das noch nicht gesehen. „Aber das ist nicht illegal!“, protestiere ich empört. „Wo bleibt da der Thrill?“

„Es rettet aber Lebensmittel vor dem Mülleimer“, wendet K. ein.

Wo er recht hat, hat er recht. Das Poltische muss nicht unbedingt unten vor der Haustür stattfinden. Man kann bereits direkt in der eigenen Küche beginnen.

Morgen mache ich einen Großeinkauf. Mal sehen, was davon in 4 Wochen noch gerade so genießbar ist. Dann werden Freunde eingeladen und es wird gekocht – als Zeichen gegen die Verschwendung.

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